Der keltische Jahreskreis und die Feste im Jahreskreis


Der Jahreskreis der Kelten mit seinen Festen und der Bedeutung für unser heutiges Dasein und Wirken – Hintergründe für Feierlichkeiten, Brauchtum und Rituale im Jahreskreis

Der Jahreskreis der Kelten

Die facettenreiche Kultur und Religion der Kelten brachte auch den Jahreskreis hervor. Er gilt als eine Konstruktion für jahreszeitliche Festzeiten und Rituale. Der Kosmos, der Wechsel von Sonne und Mond, sowie der Wandel der Naturkräfte war hier integriert und bedingte ihn. Diesem Konstrukt unterliegen auch höhergeordnete kosmische Gesetzmäßigkeiten, wonach das Leben gedeiht und hiervon abhängig ist. Diese Kreisläufe und deren Zusammenhänge ermöglichen ein gewisses Verständnis für das Leben an sich, denn Alles und Jeder hatte darin seinen Platz. Zudem ermöglichte die Konstruktion für jahreszeitliche Rituale und Festzeiten den Deutschen eine gewissenhafte Orientierung hinsichtlich der Tagesstruktur und auch gewisser Zeiten im Jahr. Dies lässt sich anhand der Einteilung dieser Konstruktion verdeutlichen. Lesen Sie gern weiter, um mehr über das Muster dieser alten germanischen Konstruktion und daraus abgeleiteter ritueller Festlichkeiten zu erfahren. Auch die Bedeutung dieser Konstruktion für unsere heutige Zeit ist überaus interessant.

Aufbau und Einteilung des keltischen Jahreskreises

Grundlegend begann ein Zyklus immer in der dunklen Hälfte. Ein Monat begann demnach mit dem nicht sichtbarem Neumond, der Tag begann in der Abenddämmerung, das Jahr begann zu Beginn des Monats November in der dunklen Zeit des Jahres.

Es entsteht alles aus dem Dunklen heraus und wird nach dem Weltbild der Kelten geboren.

Der keltische Jahreskreis unterliegt Kreisläufen in einer gewissen Hierarchie. Der Tag war ein Kreislauf, der in acht Bereiche eingeteilt war – Sonnenaufgang, Mittag, Sonnenuntergang, Nacht und vier Zeitpunkte, die zwischen diesen Bereichen lagen. Was für einen einzelnen Tag grundlegend war, galt übergeordnet auch für das Jahr mit insgesamt acht Bereichen – die Sommersonnenwende, die Wintersonnenwende, die Frühlings-Tag und Nacht-Gleiche, die Herbst-Tag und Nacht-Gleiche und insgesamt vier Festzeiten, die zwischen diese Jahreszeiten lagen. Diese vier bedeutenden Feste heißen Samhain, Lammas / Lugnasad, Imbolc und Beltane. Die einen sind die Sonnenfeste, die anderen die Mondfeste.

Die Jahreskreis-Feste

Die Konstruktion für jahreszeitliche Festlichkeiten und Bräuche beinhaltete acht feste Punkte, die zelebriert und gefeiert wurden.

Samhain – 31. Oktober

Samhain wird mit Beginn des Abends vom 31. Oktober gefeiert und endet am Abend des 1. Novembers. Der Brauch des heutigen Halloween liegt ursprünglich hier. Das Samhain-Fest hatte einen hohen Stellenwert bei den germanischen Völkern. Sie feierten zum einen ihre Ernte, zum anderen den Beginn der kalten Jahreszeit, sowie den Start in ein neues Kalenderjahr.

Yule – 21. Dezember – Wintersonnwende

Das Weihnachtsfest beginnt am Abend des 21. Dezembers und endet am Abend des 1. Januars. Es ist die Festzeit zur Wintersonnwende und ein heiliges Sonnenfest. Das Jul Fest ist von hoher Bedeutung. Es ist die längste Nacht des Jahres und wird als eine Art Wiedergeburt assoziiert.

Imbolc – 1. Februar

Diese Festzeit beginnt am Abend vom 1. Februar und endet am Abend des darauffolgenden Tages. Das Mondfest ist auch als Lichtfest bekannt. Hier wird das Frühlingserwachen gefeiert, wenn die Natur allmählich wieder zum Leben erwacht.

Ostara – 21. März – Frühjahrstagundnachtgleiche

Dieses Fest war der germanischen Göttin Ostara gewidmet. Der Mensch feiert hier die Aussaat und das Wachstum, sowie die Fruchtbarkeit und die Vegetation.

Beltane – 30. April

Beltane ist das Fest, an dem der Beginn des Sommers gefeiert wurde. Es wurde vordergründig mit Fruchtbarkeit und Feuer assoziiert.

Litha – 21. Juni – Sommersonnwende

Litha ist das Sonnenfest, an dem der höchste Stand der Sonne gefeiert wurde. Es ist der längste Tag des Jahres mit der kürzesten Nacht, an dem die Sonne ihre maximale Kraft erreicht hat.

Lammas / Lughnasadh – 1. August

An diesem Fest wurde das erste Brot gebacken und dann geopfert. Gefeiert wird die „Hochzeit des Lichts“. Es handelt sich hauptsächlich um ein Schlachtfest mit diversen sportlichen Wettkämpfen, das zudem auch als eine Art Hochzeitsbörse diente.

Mabon – 23. September – Herbsttagundnachtgleiche

Mabon galt als Erntedankfest. Das Fest markiert die Mitte der Erntezeit und stellt das zweite von insgesamt drei Erntefesten dar, wobei die Ernte auf das Fest Lughnasadh hin folgt und mit dem Samhain-Fest endet.

Die Bedeutung des keltischen Jahreskreises für unsere heutige Zeit

Betrachtet man die Feste des alten Jahreskreises, so kommen uns bestimmte Bräuche und Rituale derzeit bekannt vor. Unsere heutigen Festzeiten haben ihren Ursprung im keltischen bzw. Germanisches Jahreskreis. Das Samhain-Fest ist derzeit als Allerheiligen bekannt, das Beltane-Fest als Walpurgisnacht, Lugnasad als Maria Himmelfahrt und aus dem Ostera-Fest entstand das Osterfest. Mancherorts werden die alten Rituale und Bräuche des keltischen Jahreskreises begonnen und gepflegt.

Was hat es mit den 12 Rauhnächten auf sich getan?

Die Kelten verfügen über einen Kalender, der sich an der Natur orientiert und Sonnen- und Mondjahr in Übereinstimmung brachte. Um das zu realisieren, gab es Jahre mit 12 Monaten und Jahre mit 13 Monaten. Der 13. Monat war dafür da, die Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr auszugleichen.

Ein Überbleibsel des 13. Monats sind die 12 Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar. Im Volksmund sind sie als die „Zwölften“ oder „zwischen den Jahren“ bekannt.

Die zwölf Rauhnächte haben im Brauchtum Europas einen besonderen Stellenwert. Zumeist handelt es sich hierbei um die zwölf Tage vom Weihnachtstag am 25. Dezember bis zum 6. Januar. Je nach Region in Europa können diese Zeiträume etwas variieren. Die Zeit ist eben relativ.

Diese 12 Rauhnächte waren bei unserem Vorfahren Heilige Nächte, in denen im Kreis der Familie gefeiert, wahrgenommen und orakelt wurde. Jede Rauhnacht wird einem Monat des kommenden Jahres zugeordnet und man kann so die Wetterverhältnisse der zwölf Monate des Jahres vorhersagen.

Ohne das alte Kelten-Volk wären unsere heutigen Zeitordnungen im Zusammenhang mit kosmischen Kräften des Mondes und der Sonne, sowie unsere Festtage und Kultur möglicherweise anders mit unseren heutigen Gepflogenheiten verknüpft. Der uralte Jahreskreis des Germanenvolkes legte einen bedeutenden Grundstein für unser heutiges Dasein und Wirken. An Festtagen sollte uns der Ursprung besonders bewusst sein.


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Nora Sporn

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